Immer neugierig bleiben

Ich sitze hier gerade in meiner Badewanne und genieße die wohlige Wärme, den Schaum und das Gefühl von Entspannung. Es war ein anstrengender Tag heute, viel Vorbereitung auf die morgigen Meetings. Präsentation fertig machen und noch schnell die letzten Info nachpflegen. Tja mein Job ist in der letzten Zeit digitaler geworden, ich sitze mehr am Rechner und bin weniger draußen, weniger in der Kundschaft, auch bei uns haben Videokonferenzen und Onlinepräsentationen zugenommen.

Als Ausgleich geht’s viel in die Natur. Wir wohnen in einer Vorstadt von Hannover, im Speckgürtel quasi. Hinter unserer Straße beginnen die Felder und gleich um die Ecke ist ein schöner See, eigentlich alte Kiesteiche, aber mittlerweile sehr natürlich.

Sogar Bieber haben sich angesiedelt und ab und an kann man den Fischadler kreisen sehen.

Angler sitzen hier des Öfteren und ab und zu trifft man andere Spaziergänger, aber es sind wenige, nicht so wie in der Stadt, wo trotz Beschränkungen viele dicht an dicht um den Maschsee sitzen. Ein natürliches Idyll eben.

Meine Liebe Frau und ich sind fast jeden Abend hier. Die anderen Spaziergänger erkennt man mittlerweile wieder, man sieht sich halt öfters. Ab und an wechselt man ein paar Worte, auf Abstand natürlich, oder man streichelt den Hund, der neugierig seine Nase herausstreckt.

Dörfliches Leben eben. Wir gucken uns viel um in der Natur und so einige der Kräuter die da wachsen kennt man. Knoblauchrauke, Spitzwegerich, Gundermann, Taubnesseln. Man sagt, dass wenn jemand in ein Haus einzieht, dass dann im Garten andere Kräuter wachsen, weil der neue Mieter andere benötigt.

Wenn ich mir die aktuelle Landschaft angucke, dann glaube ich das sofort. Die Knoblauchrauke wächst an allen Ecken und Wegen, Massen davon und wenn man mal nach den Wirkungen dieses Krautes guckt, dann stellt man fest, dass es ein altes Mittel gegen Atemwegserkrankungen ist, genauso wie Gundermann übrigens.

Ich stelle bewusst keine Bilder der Kräuter hier ein, den. Mit Kräutern ist es wie mit den Pilzen, man sollte nur essen, was man definitiv kennt. Ich möchte zwar Eure Neugier wecken, aber ich bin kein Experte und da empfehle ich Euch lieber erstmal einen Spaziergang mit einem Kräuterführer oder zumindest ein gutes Kräuterbuch. (Am Besten ganz analog aus dem Buchladen.😉)

Auf jeden Fall ist es ein spannendes Gebiet und wir haben in den letzten Wochen viel mit Wildkräutern gekocht.

Girsch statt Spinat, Kräuterbutter mit Nesseln und Gundermann und ein Kräuteromelett mit allem was wir kannten.

Lecker!

Jetzt hab ich mir auch noch ein paar Kapern eingemacht, nur habe ich statt der Originalfrüchte Spitzwegerichknospen benutzt. Eingelegt in Essig sollen sie die gleichen Verwendungsmöglichkeiten haben.

Ich bin gespannt wie es schmeckt. Es gibt so viel zu entdecken in der Natur und so vieles das Ausprobiert werden kann, da gibt’s noch viel zu lernen.

Also geht raus und bleibt neugierig…

Euer Olfork.

(Ps: das Rezept gibt’s auf Anfrage oder vielleicht demnächst auf dem Blog meiner lieben Frau, dem Frøken Fluesvamp, wer weiß das schon…)


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