Analog durch die Krise

Ich habe in letzter Zeit wenig geschrieben, ich weiß nicht mal, ob es an der Zeit lag, an der Arbeit oder an dem eigenen Druck, etwas schreiben zu müssen. Irgendwie hatte das Jahr sehr trubelig begonnen. Planungen, Grippe, Tagung in Barcelona, Tagung in Hannover und dann, dann kam die Bremse. Corona erfasste erst China, Italien, Deutschland und irgendwie auch den Rest der Welt, vieles steht still, Flughäfen, Autobahnen, Schulen und Kindergärten. Millionen Menschen sind im Homeoffice, ich übrigens auch und noch mehr sind zu Hause.

Ich habe vorhin gelesen, dass aktuell ein Drittel der Weltbevölkerung auf Grund von staatlichen Maßnahmen zu Hause ist.

Ein Drittel der Weltbevölkerung!

Unsere beiden Wellensittiche freuen sich übrigens, denn sie haben den ganzen Tag Gesellschaft. Ich bin nämlich mit meinem Gerödel in Ihr Zimmer gezogen und meine liebe Frau hat ihr Büro dafür im Wohnzimmer aufgeschlagen.

Eigentlich schon gut, dass das so klappt heutzutage, Videokonferenzen, Zugriff auf den Server und Mobile Diensttelefone, schöne digitale Welt, aber man muss dann auch Abschalten können. Abends, wenn der Rechner dann nicht mehr läuft und ich nicht mehr erreichbar sein will, dann beginnt die analoge Welt, eine Schallplatte, ein Gespräch, eine heiße Tasse Tee und die ewige Frage: was machen wir denn heute Abend?

Tja, die Auswahlmöglichkeiten sind eingeschränkter, heute in den Zeiten von Corona, kein Freizeitstress, nicht die Frage, wen wir denn mal wieder besuchen müssen, was wir denn noch brauchen oder wo wir heute Abend essen gehen.

#bleibtzuHause heißt die Devise. Ja und was machen wir da? Ich glaube es gibt einige Menschen, die gerade an Ihre Grenzen stoßen, Leute, die nichts mit sich anzufangen wissen, oder die, die beim Versuch ihre Kinder zu beschäftigen, gerade an ihre Grenzen stoßen.

Eine Erfahrung, die ich immer mit mir selbst mache, aber auch wenn zum Beispiel unsere Patenkinder mal zu Besuch sind ist, je einfacher, desto mehr Spaß macht es und desto länger beschäftigt man sich damit.

Wir haben gerade, mit meinen Schwiegereltern, eine Kniffelliga gegründet. Klar, die beiden wohnen 30km weg und besuchen ist ja aktuell eher schlecht, aber das muss uns ja nicht daran hindern, etwas gemeinsam zu machen. Distancing Games quasi. Ganz ohne LAN Kabel oder WLAN Funktion, ohne Gruppenchat, einfach nur Kniffel. Wir hier und meine Schwiegereltern bei sich zu Hause. Jeder Haushalt spielt ein Spiel über eine ganze Kniffelseite gegeneinander, aber auch miteinander gegen den anderen Haushalt.

Jeden Abend um 19:15h zeitgleich an unterschiedlichen Tischen und amEnde, wenn jeder Haushalt sein Spiel beendet hat, dann vergleichen wir die Punktzahlen, dann gibt’s den Tagessieger und die Fortführung der Liga. Ich gebe zu, die Ligazählung mach ich am Computer, in Exel, ist dann doch einfacher. 😉

Eigentlich alles wie im Urlaub, wenn wir gemeinsam in einem dänischen Ferienhaus sitzen, nur halt zu Hause und auf Abstand.

Heute Abend wird auch wieder gespielt, mal sehen ob wir unseren Rückstand nicht aufholen können.

Bleibt neugierig…

Und passt auf Euch auf!

Euer Olfork


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