Plastikfreie Müllproduktion

Immer wenn ich Seiten oder Bücher zum Thema Plastikfrei leben sehe, frage ich mich, ob die das alles so ernst meinen. Alles wir sofort ersetzt und das Plastikteil weggeworfen, was in dem Falle erst einmal heißt, Müll wird produziert.

Für alles gibt es Plastikfreie Ersatzprodukten und alles Plastik muss sofort verbannt werden. In gewisser Weise ist das ja auch gut, aber Dinge wegzuschmeißen, nur weil sie gerade aus Plastik sind, obwohl sie noch in Ordnung sind, ist das der richtige Weg? Wäre es nicht sinnvoller die Produkte die wir haben erst einmal zu benutzen und zwar so lange, bis sie nicht mehr brauchbar sind?

Und wenn es dann soweit ist, wenn der Tag kommt, dann sollte man sich überlegen, ob ich dieses oder jenes überhaupt neu brauch, oder ob ich nicht vielleicht ohne auskomme. Denn NoWaste und Plastikfreie bedeutet auch Verzicht. Verzicht auf Dinge, die ich sowieso nicht brauche, denn Produkte, die garnicht erst gekauft werden, machen auch keinen Müll. Also, warum nicht einfach mal verzichten. Schaut doch mal in Eure Schränke und guckt was Ihr von dem ganzen Kram wirklich braucht, was habt Ihr im letzten Jahr wirklich benutzt? Welche Klamotten wirklich getragen? Überlegt bei einer Neuanschaffung doch mal, ob Ihr die wirklich braucht oder fragt Euch warum Ihr sie kauft und dann überlegt mal ob Ihr sie wirklich kaufen solltet.

Dazu kommt die Frage, ob die Alternativen denn wirklich besser sind. Ob die Papiertüte, welche die Plastiktüte ersetzt denn wirklich Umweltfreundlich ist, oder ob nicht der gute alte Einkaufskorb, der zwar Plastikanteile hat, aber schon 15 Jahre lang seinen Dienst verrichtet, nicht die bessere Alternative ist. Wir sehen das auch gerade in anderen Themen. Obwohl mittlerweile viele Wissen, dass E-Autos nicht wirklich umweltfreundlicher als die alten Benziner und Diesel sind, bauen wir das Thema voll aus, anstatt nach wirklichen, besseren Alternativen zu forschen.

Auch die Wege unserer Waren sollten wir uns überdenken, ist der Bambusstrohhalm, dessen Grundstoff in Asien gewachsen ist, der dann in China mit viel Chemie so aufgearbeitet wurde, damit man das Material gießen kann, der dann anschließend mit riesigen Containerschiffen, die mit Schweröl die Luft verpesten über den Pazifik und den Atlantik zu uns gebracht werden wirklich die umweltfreundlichere Alternative sind, oder ob es eine gute Maccaroni nicht auch tut, bzw. ob ich überhaupt einen Strohhalm brauche.

Wir deutschen neigen ja dazu radikal in der Umsetzung zu sein, so ist es auch bei diesem Thema, wir finden etwas doof und schon wird es radikal ausgemerzt. Doch sollten wir uns überlegen, ob die Alternative wirklich besser ist.

In diesem Sinne,

Bleibt neugierig…

Euer Olfork


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s