Neddermorth – der Ast des sterbenden Baumes

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Vorwort

Die alten Götter waren lĂ€ngst gestorben, vergessen von ihren Völkern und verdrĂ€ngt durch andere neue Götter. Doch auch diese mĂŒssten spĂ€ter weichen, sie wĂŒrden ausgetauscht gegen die Götter der Moderne, gegen Macht, Geld und Gier.

Einzig Yggdrasil stand noch, ausgelaugt und ausgequetscht trug er Midgard auf seinem Aste, geschwÀcht von der Habsucht der Menschen, Morsch im inneren vom Verfall und dem Verlust der Menschlichkeit.

In seiner Not zog der Baum Energie durch seine Wurzeln, ein letztes AufbÀumen um der Parasiten die auf Ihm lebten Herr zu werden. Er zog alle Energie die er erreichen konnte, doch nahm er auch solche auf, die er besser hÀtte verschmÀhen sollen. Seine Wurzeln ragten tief und drÀngen vor bis nach UdgÄrd und in Hels Reich, ein Reich in dem die Toten regieren und das, nachdem ihre Göttin verschwunden war, im dunklen Chaos versank. Dunkle Energie floss durch Ygdrasils Wurzeln, tote schwarze Energie und mit ihr begann die Apokalypse.

Sie war anders als all die Prophezeiungen sie beschrieben hatten. Weder gab es eine Schlacht der Toten, noch ritten die christlichen Reiter der Apokalypse durch die Welt. Auch gab es keinen Atomkrieg, nicht einmal ein Komet schlug ein, wie in den modernen Vorhersagen, nein all das passierte nicht, nein Midgard starb von innen heraus.

Starke Temperaturschwankungen wurden zur NormalitĂ€t, WetterphĂ€nomene wie Tornados und Hagel zogen um die ganze Welt, schwarzer Regen, Erdbeben und Tsunamis wurden hĂ€ufiger und lĂ€ngst ausgekĂŒhlte Vulkane brachen wieder aus, so dass dichte Asche den Himmel verdeckte. DĂŒrren folgten, Krankheiten und Epidemien brachen aus, derer die Ärzte und Wissenschaftler nicht Einhalt gebieten konnten. Und die Menschen, sie wĂŒrden noch schlimmer, sie versuchten selbst aus dem Untergang noch Profit zu schlagen, sie bekĂ€mpften sich mehr denn je und so schritt der Verfall weiter voran. Die Infrastruktur wĂŒrde auch bei den fortschrittlichsten Staaten brĂŒchig, die Versorgung der StĂ€dte brach durch die DĂŒrren und die PlĂŒnderer zusammen. Kraftwerke und Fabriken zerfielen auf Grund mangelnder Wartung wodurch giftige und strahlende Stoffe in die Kanalisation und die Trinkwasserversorgung eindrangen. Menschen verendeten und lagen tot auf den Straßen oder sie verĂ€nderten sich.

VerkrĂŒppelte Neugeborene, und Mutationen wurden immer hĂ€ufiger. Doch nicht nur körperliche VerĂ€nderungen könnte man beobachten, auch geistig verĂ€nderten sich die Menschen. Kannibalismus kam auf, die schlechte Versorgung trieb die Menschen dazu. VerĂ€nderte Wesen rotteten sich zusammen, Gangs bildeten sich und bekĂ€mpften einander. Die SchwĂ€chen wĂŒrden unterdrĂŒckt und die, die versuchten zu fliehen wurden gejagt, es herrschte Chaos in den StĂ€dten.

Einige der Menschen zogen unter die, gingen in die Kanalisation oder in alte Bunkeranlagen. Sie verbauten alle EingÀnge und schufen dort eine neue Gesellschaft, weg von der Welt, weg von den Schrecken die dort oben passierten und wandelten.

Den Menschen auf dem Land erging es etwas besser, die wenigen, die es nicht verlernt hatten sich zu versorgen rotteten sich zusammen und grĂŒndeten kleine Dorfgemeinschaften und schotteten sich ab. Die Angst vor der Dunkelheit und die Angst vor den Schrecken der StĂ€dte trieb sie dazu Ihre Dörfer zu verbarrikadieren. WĂ€lle und Mauern wurden um die kleinen Gemeinschaften gezogen. GĂ€rten und kleine Felder wurden angelegt um der Welt noch etwas gutes abzugewinnen.

Alle diese Orte waren autark und es entwickelten sich neue Formen des Zusammenlebens. Ob als Kommune, mit einem gewĂ€hltem „BĂŒrgermeister“ und mit selbst ernannten FĂŒhrern oder FĂŒhrerinnen. Meist lagen die Orte viele Kilometer weit auseinander, aber eines hatten sie alle gemein, sie waren so weit wie möglich weg vom Schrecken der StĂ€dte, keiner wollte den Wesen, die diese heute bevölkern zu nahe kommen.

Dies ist die Welt am Abgrund, die Welt auf dem Ast des sterbenden Baumes.


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