Was wäre wenn…

Jeden Freitag gehen weltweit Schüler auf die Straße für ein besseres Klima, angespornt durch eine junge Schwedin.

Von vielen werden sie als Schulschwenzer verpönt, als Faulpelze. Die Schulpflicht wird in den Vordergrund geschoben. Politiker und viele andere Erwachsene suchen Mittel um das zu beenden, suchen Gründe diese Bewegung schlecht zu machen, suchen nach schlechten Eigenschaften, um ihnen diese vorzuwerfen.

Andere Unterstützen die Bewegung Fridays for Future mit Worten oder auch Taten, wieder andere versuchen die Bewegung auf die eine oder andere Seite zu bringen, doch die jungen Menschen gehen ihren Weg, jeden Freitag, egal ob Feiertag oder Schultag und egal ob Wählen anstehen oder nicht. Sie suchen Gehör, jemanden, der sie ernst nimmt und endlich etwas tut und ich finde, das ist ihr gutes Recht.

Es sind immer die Jungen, die etwas bewegen wollen und die Vergangenheit zeigt, dass sie auch viele Dinge bewegt haben. Am 4.6.1989 demonstrierten Studenten im Zentrum Pekings für Demokratie, sie würden vom Militär verdrängt. 1967 demonstrierten junge Menschen in Deutschland gegen den Staatsbesuch des Schahs, die 60’er selbst waren in Westdeutschland eine Zeit der Demonstrationen durch Studenten. In Amerika demonstrierten in den 60ern junge Menschen gegen den Krieg in Vietnam. 1991 demonstrierten wir als Schüler gegen den Irakkrieg. Kein Krieg für Öl hieß es bei uns und später demonstrierten wir für bessere Bildung.

Es waren immer die Jungen, die etwas ändern wollten, weil sie noch nicht so eingefahren waren wie die Alten, weil sie etwas ändern mussten.

Heute sind es wieder die Jungen, die Schüler, die für etwas auf die Straße gehen, für Klimaschutz, für eine gesündere Welt, für Ihre Zukunft!

Doch die Welt der alten hält dagegen, Arbeitsplätze, Wirtschaft, Unsinn, alles mögliche wird gegen die Bewegung Argumentiert. Doch das unausgesprochene Problem der meisten Menschen ist die Veränderung. Sich ändern, sein Verhalten ändern, das geht dann vielen zu weit. Die Welt verbessern können wir gerne, aber bitte nicht bei mir. Windräder sind wichtig, aber bitte dort, wo ich sie nicht sehe. Verzicht aufs Auto ist wichtig, aber ich will mit meinem SUV nur kurz zum Bäcker fahre, die LKWs auf den Straßen müssen reduziert werden, auch die ganzen großen Containerschiffe, aber wir bestellen weiter Made in Allerwelt!

Was wäre wenn wir wieder kleiner denken, weniger global. Wenn wir wieder regionale und saisonale Lebensmittel beim Bauern oder auf dem Markt kaufen, anstatt Weihnachten Spargel aus Peru.

Wenn wir wieder auf made in Germany oder zumindest made in EU gucken anstatt Kleidung zu kaufen, bei denen die Rohstoffe aus Afrika kommen und in Bangladesch unter schlechtesten Bedingungen zusammengenäht werden.

Was wäre dann?

Ein weiteres Argument, was ja auch große wie kleine Politiker aber auch genügend Mitbürger bringen ist ja die komplette Verleugnung des Klimawandels. Doch auch hier möchte ich die selbe Frage stellen:

Was wäre wenn?

Wenn wir alles tun würden um den CO2 Ausstoß zu minimieren, Weltweit Bäume pflanzen würden, statt weiter riesige Flächen zu roden, wenn wir uns umstellen würden in unserem Konsum, in unserem Verhalten. Wenn wir Abgasfreie Autos bauen und Gift auf unseren Feldern abschaffen würden und am Ende feststellen, dass es den Klimawandel garnicht gab. Dann wäre alles gut und wir hätten eine bessere Luft und ein paar fossile Rohstoffe wären auch noch da.

Doch wenn wir so tun als gäbe es die Klimakatastrophe gar nicht, wenn wir alles so belassen wie es ist und dann feststellen, dass es sie doch gibt, dann sind wir im Arsch. Dann gibt es nichts mehr.

Also mir wäre die erste Version lieber und darum versuche ich etwas zu tun.

Bleibt neugierig…

Euer Olfork


2 Gedanken zu “Was wäre wenn…

  1. Wahre Worte. Mich erschreckt vor allem der Hass, welcher den jungen Menschen entgegen gebracht wird.
    Wichtig ist aber das man sich nicht beirren lässt. Auch wenn man nur wenige erreicht, jedes bisschen hilft. Jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein wichtiger Schritt.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für Deine Worte.
      Es ist leider wie so häufig, wenige laute Aggressoren beeinflussen die breite Masse so dermaßen, dass die vielen ruhigen und Friedvollen keine Chance haben. Aber ich vertraue in unsere Jugend und unterstütze gerne. Und wenn jeder ein bisschen bei sich ändert, dann wäre schön so viel erreicht.

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