Wo ist eigentlich das ganze Grau hin?

Wer jetzt denkt es ginge ums Wetter, den muss ich leider enttäuschen, es geht vielmehr um Gesellschaftskritik und Politik.

Neulich betitelte mich jemandes als Gutmensch. Wohlwissend, das es beleidigend gemeint war, bedankte ich mich, denn ich möchte einfach nich akzeptieren, dass ein weiteres positives Wort als Beleidigung missbraucht. Doch warum eigentlich. Ein Gutmensch oder guter Mensch ist doch was schönes. Ich würde mich freuen viele gute Menschen um mich herum zu haben, aber in unserer Gesellschaft wird es als Schimpfwort für einen „vornehmlich“ linken Menschenbenutzt, der anderen Menschen hilft oder helfen möchte.

Das rechte Gegenstück dazu ist ja Wutbürger oder wie es vorher hieß, besorgter Bürger. Ersterem kann ich ja durchaus etwas negatives entnehmen. Aber was ist schlimm daran besorgt zu sein? Ich mache mir doch auch regelmäßig Sorgen über das eine oder andere.

Doch die Frage, die ich mir hier stelle ist, was ist eigentlich dazwischen? Ein besorgter Gutmensch? Oder doch eher ein Gutbürger? Gibt es eigentlich bei allem nur noch zwei Kategorien?

Rechts oder Links,

Gut oder Böse,

Schwarz oder Weiß?

Was ist mit grau, bürgerlicher Mitte oder einem Durchschnittsbürger. Gibt es die alle nicht mehr und warum gibt es die nicht mehr?

Viele Dinge, die in unserer Gesellschaft passieren lassen anscheinend nur noch zwei Möglichkeiten zu, entweder Du bist dafür oder dagegen, und wenn Du nicht auf meiner Seite stehst, dann bist Du sowieso doof und auf der anderen.

Letztlich haben wir ja viele solcher Themen. Wer nicht vegan ist, der ist Tierquäler und wer wer kein Fleisch ist, der ist sowieso Veganazi. Ich ess beides, was bin ich denn nun.

Es ist auch nicht mehr erlaubt keine Meinung zu haben, Du musst quasi zu einem Lager gehören etwas anderes gibt es nicht.

Bei Regina Regenbogen gab es mal einen Typen, der möchte die Farben nicht und wollte die ganze Welt in Grautöne tauchen. Jetzt könnte man ihn gebrauchen, den. Ein bisschen Grau würde uns in unserem Schwarz-Weiß Denken sicher helfen.

Ich würde gerne wieder ein bisschen die Mitte finden, den Durchschnitt, denn eine Umgebung mit 50 Nazis und 50 extremen Linken ergibt nicht automatisch 100 Durchschnittsbürger, es ergibt höchstens 100 Idioten.

Vielleicht sollten wir mal wieder die andere Seite hören, anstatt sie zu bekämpfen. Wieder einen Konsens finden und nicht automatisch alles doof finden was der andere sagt, eine Meinung haben dürfen ohne gleich abgestraft und beleidigt zu werden und über diese Meinung zu diskutieren, uns vielleicht auch mal überzeugen zu lassen und nicht an nur einem Standpunkt festbeißen, es reicht doch, wenn unsere Politik dies tut, aber das steht dann in einem anderen Blogbeitrag.

Ich bin ein neugieriger Bürger,

Bleibt Ihr auch neugierig…

Euer Olfork


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