Auf dem richtigen Weg

Wenn man sich mit einer Sache gut fühlt, dann ist sie meistens richtig, wenn man das dann auch noch bestätigt bekommt, wird es noch besser, selbst wenn man die Bestätigung eigentlich garnicht braucht.

Ich fühle mich gut mit meiner Art analog zu spielen. Mir macht es richtig Spaß, mit anderen Menschen an einemTisch zu sitzen und ein Brettspiel auszupacken. Die Vorfreude wenn der Karton langsam aufgleitet, ein bisschen stockend, wegen der einziehenden Luft, das Spielbrett auf den Tisch zu legen und alles aufzubauen.

Dann sieht man leuchtende Kinderaugen, oder auch die von Erwachsenen, und man beginnt ein Spiel, gemeinsam. Man Spielt, mal unterhält sich, man hat Spaß miteinander.

Nun weiß ich, dass ich mit meiner Einstellung nicht alleine bin, unser Club, mein Freundeskreis und unzählige Foren bestätigen mir das immer wieder. Aber mich interessierte mal, wie es sonst noch aussieht.

Auf der Spiel in Essen wurden im Jahr 2018 rund 1400 neue Spiele präsentiert und ca. 80.000 Besucher waren vor Ort. (Kreiszeitung) immerhin 0,1% der deutschen Bevölkerung. Auch andere Spiele- und Hobbytage verzeichnen wachsende Besucherzahlen.

Beim weitersuchen bin ich auf einen interessanten Beitrag gestoßen. Hier wurde eine Statistik und eine Rangliste dargestellt, die mich doch ein wenig überraschte, zumindest in Teilen, denn es sind anscheinend nicht immer nur die Neuheiten, die auf den Spieltisch kommen, sondern auch die Klassiker. Zugrundegelegt sind in dem Ranking die Anfragen in einem online Vergleichsportal und auf den Top Rängen liegen durchaus bekannte Spiele. (Den Link zum Beitrag findet Ihr hier.)

So findet sich auf dem ersten Platz für Kinder das Spiel Kakerlakak, ein Spiel, das in meinen Augen nicht nur für Kinder spaßig ist und mich sehr an meinen ersten Besuch auf der Spiel erinnert. 😉

Bei den Jugendlichen findet sich ein Klassiker in einer abgewandelten Version, UNO extreme, ein Kartenspiel welches, zumindest in der Grundversion, jeder kennt.

Bei den Älteren sind die ersten fünf Plätze mit Rate- und Partyspielen besetzt. Klartext, Escape Room, Nobodys Perfekt, Trivial Pursuit und Tabu zeigen, dass die Menschen durchaus wieder gerne am Spieltisch zusammen sitzen.

Klar, das sind Zahlen aus einem Vergleichsportal, die nur mit Anfragen gefüttert werden, aber auch andere zeigen, dass die Klassiker durchaus noch ein Thema sind. Bei den Testberichten von 2018, sind es auch wieder Klassiker und Ratespiele die unter die Lupe genommen wurden. Da stehen Safehouse, die klassische Spielesammlung und Codenames in den vorderen Rängen.

Für mich zumindest macht es den Anschein, dass die Menschen in Zeiten von Digitalisierung, Sozial Network und der damit verbundenen Entfremdung durchaus wieder auf der Suche nach Gesellschaft und analoger Freizeitgestaltung sind und Spielen ist dafür ein guter Anfang.

Natürlich ist auch der Fortschritt in diesem Hobby nicht aufzuhalten und so gibt es immer mehr Spiele, die digitale Unterstützung bekommen. App Punktezähler, ein digitaler Erzählstatus oder andere digitale Erweiterungen, aber Fortschritt ist ja nicht unbedingt was schlechtes, solange er das Miteinander nicht stört.

Die meisten Spieler sitzen laut Studien übrigens im Bevölkerungsreichsten Bundesland NRW. Deutschland ist eines der Länder mit der größten Brettspielgemeinschaft. Immerhin sollen bei uns zwei von drei Bundesbürgern regelmäßig Brettspiele spielen. Eine Zahl, auf die Computerspiele nicht kommen, was mich persönlich überrascht hat. (Quelle: Statista)

Doch nun genug von Zahlen und Statistiken, abändern Spieltisch. 😉

In diesem Sinne…

Bleibt neugierig…

Euer Olfork


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