Dunkel, feucht und gruselig…

Verlies – das Spiel um Gräber, Grüfte, Ungeheuer.

Ich bin ja nun mal gerne auf Flohmärkten unterwegs und auf einem fand ich dieses schicke Spielchen aus dem Jahre 1978 aus dem Hause Parker.

Schon der Text auf der Seitenpappe des Spiels lässt einen großes erwarten, zumindest für die Zeit.

Erleben Sie, was Sie sonst nur aus Vampir- und Draculafilmen kennen … Gänsehaut … uaaahaahaa … wenn Ihnen der richtige Schauer den Rücken runterläuft, sollten Sie dieses Spiel umgehend beginnen. Begeben Sie Sich in die Gewölbe von Schloß Modermuff.

Heute sind viele Spiele superkomplex. Sie haben zig Erweiterungen für noch mehr Möglichkeiten und noch mehr Spielspaß und doch werden einige davon nach zweimaligen Spielen Langweilig. In den 70ern und 80ern gab es, zumindest gefühlt, noch nicht diesen Spieleüberfluss. Neben den Klassikern wie Monopoly und dem Spiel des Lebens gab es häufig Spiele aus Nischengenres.

Aus der Fantasynische kommt auch Verließ.

In diesem Spiel können zwei bis zwölf Spieler jeweils die Kontrolle über je einen Abenteurer übernehmen, die in diesem Spiel auf vier Klassen aufgeteilt sind. Es gibt Elfen, Feen, Helden und Magier, die allerdings nicht durch besondere Figuren, sondern durch Farbige „Mensch Ärger Dich nicht“ Pöppel dargestellt werden.

die einzelnen Abenteurerarten haben auch unterschiedliche Stärken und die Elfe ist in diesem Spiel tatsächlich die schwächste Heldenform.

Das Spielfeld ist in verschiedenste Bereiche, oder in diesem Fall Ebenen unterteilt. In jeder Kammer sitzt ein Monster auf einem Schatz und um diese Schätze geht es in dem Spiel.

Jeder Spieler muss, entsprechend den Fähigkeiten seiner Figur, eine gewisse Menge an Schätzen finden und zum Startfeld zurückbringen. Für Elfen und Feen sind dies 10.000, für Helden 20.000 und für Magier 30.000 Goldstücke.

Das Kämpfen ist in diesem Falle recht einfach gehalten. Man Würfelt mit zwei W6 gegen einen, ne nach Charakter, vorgegebenen Mindestwurf, bei Magiern kann dieser auch gegen den Zauber gehen. Hat man diesen überschritten, ist das Monster besiegt und man bekommt den Schatz, liegt man dadrunter, würfelt man erneut auf einer Tabelle, dem sogenannten Fluchtorakel, und erfährt was passiert. Die Ergebnisse reichen von: es passiert nix, bis zum Tod und dem Verlust aller bereits gesammelten Schätze.

Das zurückbringen der Schätze ist allerdings nicht so einfach, auf der einen Seite lauern in einigen Sälen, umherziehende Monster, zum anderen sind da ja auch noch die anderen Spieler, die auch an die Schätze kommen wollen.

In unserem Spiel, bei uns im Club, schlugen die fünf Mitspieler letztlich nur noch aufeinander rum und versuchten sich gegenseitig die Schätze zu entreißen, was wahnsinnig viel Spaß machte, da einige wirklich spannende Hinterhalte gelegt haben.

Alles in allem ist das Verlies ein wirklich lustiges und spannendes Spiel, das gerade in einer größeren Runde, enorm viel Spaß macht. Wer allerdings auf komplexe Zufallsgeneratoren wartet, oder Realität in den Zügen erwartet, ist bei diesem Spiel falsch. Ich persönlich hätte mit unserer Runde eine mehr als Spaßigen Partie, die ca 2,5 Stunden gedauert hat, ohne das Langeweile aufkam.

In diesem Sinne,

Bleibt neugierig…

DerOlfork


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