Doggermarsch – eine Mischung aus Mad Max und Waterworld

Das Thema der Klimaerwärmung ist eines der Großen unserer Zeit und viele Fachleute und Laien diskutieren gerne mit mehr oder weniger Wissen um das Ergebnis einer solchen Klimakatastrophe. Das Schmelzen der Polkappen, steigende Wasserstände, versunkene Küsten und so weiter.

Doch ob jemand wirklich weiß, was passiert und ob jemand die Katastrophen wirklich vorhersagen kann?

Die Cornerbrothers haben da Ihre ganz eigene Theorie. Durch eine Mischung aus Klimaerwärmung und einem atomaren Winter, ausgelöst durch einen Atomkrieg zwischen Indien und Pakistan entsteht die Doggermarsch, eine Seenlandschaft im Bereich der heutigen Nord- und Ostsee, mit kleinen Inseln und einer Menge Gefahren, spannenden Abenteuern und jeder Menge Spielspaß, zumindest auf dem Tisch.

Doggermarsch ist ein postapokalyptisches Tabletop für 2-5 Spieler, welches sich aktuell noch im Entwicklungsstadium befindet, aber jetzt schon jede Menge Spaß macht.

Am letzten Wochenende dürfte ich auch schon ein erstes Spiel auf den Hobbytagen der Holzhauser Kellerkrieger machen und was soll ich sagen, ich hatte Spaß, auch wenn ich mein Hauptschiff recht schnell verloren hatte.

Doch ich fang lieber vorne an. 😉

In den Doggermarschen leben natürlich auch Menschen, es gibt reiche Fischvorkommen, aber auch viele Gefahren durch Kraken, Piraten, Untiefen und natürlich durch die anderen Spieler.

Jeder von uns bekam ein bis drei Schiffe und eine eigene Aufgabe, diese könnten wir entweder offen oder verdeckt spielen. Da es sich bei meiner Aufgabe lediglich darum handelte Fische zu fangen, konnte ich diese auch bekannt geben. Die anderen Mitspieler mussten Ihr Schiff auf die andere Seite bringen, Großwild, in unserem Fall Riesenkraken, jagen, eine Schiffsdurchfahrt halten oder Fähnchen, welche wohl Treibgut darstellten, sammeln.

Für mich kamen dadurch zu meinem Patrouillenboot, noch zwei Fischerboote dazu, die dann den Fischfang durchführen sollten.

Das Spielprinzip selbst hat seine Komplexität in der Einfachheit. Jedes Schiff oder Boot hat verschiedene Werte. So gibt es die Bootsgröße, die Tourns, also wie viele Drehungen ein Schiff in seiner Bewegung macht, Geschwindigkeit, Panzerung und Waffen, sowie einen Qualitätswert, der die Fähigkeit der Mannschaft, oder einfach den Zustand des Schiffes beschreibt. Letzterer ist durch eine Würfelgröße beschrieben. W6,W8 oder W10.

Wie die Boote letztlich aussehen, ist dabei voll und ganz der Fantasie der Spieler überlassen, wie man auf dem und oben schon erkennen kann. 😉

Vor Beginn des Spiels gibt jeder schon einmal die aktuelle Geschwindigkeit für sein Schiff an, damit man weiß, wie schnell es denn ins Kampfgebiet gekommen ist. Dies hat aber auch noch Einfluss auf die Initative, denn die Boote mit der höchsten Geschwindigkeit dürfen auch zuerst ihren Spielzug ausführen.

Dafür benutzten wir Styrodurpfeile, die wir in Fahrtrichtung auslegten und zwar in der Menge unseres Tempos. Im ersten Zug noch einen mehr, was die bestehende Geschwindigkeit darstellte. Anschlueßend setzten wir unser Schiff hinter den vordersten Pfeil. Die Pfeile werden in Fahrtrichtung gelegt und man konnte 45 Grad Drehungen machen, aber in Maximaler Anzahl der zur Verfügung stehenden Tourns.

Seine Schussattacken, Fischfang oder ähnliches könnte man dabei von jedem beliebigen Punkt der Fahrtstrecke aus durchführen, wobei auch es auch hier bewusst einfach gehalten wurde. Man wirft mit seinen Qualitätswürfeln gegen einen errechneten Wert aus beiden Geschwindigkeiten, dagegen kommt dann ein Panzerungswurf mit der Qualität gegen die eigene Größe.

Beim Treffer, gibt es dann noch einen W12Wurf, mit dem herausgefunden wird, ob und wenn ja welches Teil des Schiffes getroffen wurde.

Auch wenn keiner bei uns eine wirkliche Kampfaufgabe hatte, verfingen wir uns aber doch schnell in Seegefechte, die durch höhnische Kommentare und der einen oder anderen Siegerfaust begleitet wurden. 😉

Zusätzlich zur unserer Unfähigkeit als Kapitäne hatten die beiden Brüder aber auch noch einige Gefahren und Überraschungen für uns auf dem Spielfeld. Treibgut, dass uns kritische Treffer einbrachte, Riesenkraken, die uns an den Kragen wollten, Untiefen, die uns zu Tiefgangtest zwangen und ein echter Sharknado, der insbesondere mir das Leben schwer machte.

Wie schon gesagt war es ein lustiges und vor allem kommunikatives Spiel und die Tatsache, dass man nicht nur seine eigene Mission erfüllen, sonder auch die der anderen boykottieren wollte, machte das ganze zu einer runden Sache.

Das Projekt Doggermarsch befindet sich noch Inder Entwicklung, aber ich glaube mit ein bisschen Fantasie und der einen oder anderen Hausregel, die auch gerne mal mitten im Spiel entwickelt werden kann, ist es schon gut spielbar und wird für einige lustige Runden sorgen. An Material braucht man lediglich eine Wasserplatte und ein bisschen Gelände, sowie etwas was die Schiffe darstellt, wie auch immer die Aussehen mögen. 😉

Wenn Ihr Lust habt mehr vom Spiel zu lesen, oder anfangen wollt, dann schaut ruhig mal auf die Doggermarsch Seite der Cornerbrothers. Wenn Ihr lustige Ideen habt, werden die beiden bestimmt auch nicht abgeneigt sein, diese für die Weiterentwicklung aufzunehmen.

Den Link zum Spiel gibt’s hier.

Wenn Ihr loslegen solltet schicktest Bilder von Euern Booten und Spielen. Ich selbst werde mich wohl auch mal an einer Platte für unseren Club probieren und das eine oder andere Schiff bauen.

In diesem Sinne, viel Spaß in der Doggermarsch und

Bleibt neugierig…

DerOlfork


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