Karibische Franzosen, Playmobilrömer und jede Menge verrückter Menschen – mein Rückblick auf die RPC 2017

Gestern war ich mal wieder auf der RPC. Samstagmorgen um 7:00 h noch ein paar Leute aus dem Club eingeladen und ab Richtung Köln. Einen Boxenstop gab es noch kurz vor Leverkusen auf einem Rasthof. Und wir waren auch nicht die einzigen, eine Gruppe Larper aus Kassel holte sich auch erstmal ein zweites Frühstück beim großem M. Die Bedienung war anscheinend etwas überfordert. Ob es nun an unserer Kleidung oder einfach an der Menge der Leute, die gerade auftauchten lag, weiß ich nicht, aber es lag des häufigeren mal das falsche in der Tüte oder man bekam sie garnicht erst. 

Egal, nun aber weiter, auf zur RPC!

Angekommen mussten wir erst einmal 10,-€ fürs Parken bezahlen, aber okay, Köln ist da halt etwas teurer. 😉 Jetzt aber rein! Nach kurzem Fußmarsch ging es durch die Sicherheitskontrollen. Dieses Jahr, sicher auch bedingt durch die Ereignisse in England, etwas intensiver. Für einige Larper war dies sicherlich auch nicht gerade einfach, immerhin boten doch einige Kostüme reichlich Raum für Untersuchungen. 

Endlich drin in der Kölnmesse wurden wir ersteinmal von einemhaufen Gewandeter und Verkleideter Menschen empfangen, klar die RPC ist ja vorrangig eine Larp-Veranstaltung. Da waren die StarWarsFiguren gleich neben den Mordorirks, Dunkelelfen neben futuristischen Zombiejägern und Computerspielfiguren und Superhelden neben, ja, neben was eigentlich? So einige der dort rumlaufenden waren für mich nicht wirklich zuordnungsbar. 😉

Auch der erste Teil der Messe, diese findet auf Zwei übereinanderliegenden Ebenen statt, war vollgestopft mit Larpkram und Ständen. Neben den üblichen Gewandhändlern gab es hier auch viele Stände von, ich würde mal sagen, Künstlern, hier wurden Leute geschminkt, Zeichnungen gemacht, oder Fotos. An einigen Ständen könnte man in Kostüme schlüpfen und sich knipsen lassen, an anderen stellten nur, wahrscheinlich in der Szene bekannte Larper/Cosplayer, sich selbst aus. Da ich mich in dieser „Randgruppe“ so garnicht auskenne, war es für mich ein bunter Haufen, angenehm verrückter Menschen, die viel Spaß an Ihrem Hobby haben.

Meine „Randgruppen“ kamen dann weiter hinten in der oberen Ebene. Der Tabletopbereich ist in diesem Jahr wieder etwas gewachsen, so fühlte es sich zumindest an. Der erste Bekannte, der mir über den Weg lief, oder eher an der Ecke stand, war Martin Feller, der mal wieder zeigte, mit welchen einfachen Mitteln man doch Tabletop spielen kann. Er bot, wie schon auf der Tactica, Steinhagelpartien mit Playmobil Römern und Ägyptern an und die Besucher hatten sichtlich Spaß an dieser Variante. (Pre-Painted und schnell verfügbares Gelände)   😉

Ein Stückchen weiter, am Stand von Lauthing Jack, standen gleich zwei unserer Jungs, Mario mit seiner neuen Spielplatte für Aggro und unser Brummel mit Panzerfäuste Futbowl.Auch die Veiden hatten gut zu tun und gaben fleißig Demospiele.

Nun wollte ich aber erst einmal ein paar Sachen abholen und so ging es ein paar Stände weiter zum Stand von Microartstudio. Ich hatte ein paar Sachen für unsere Wolsungbotschaft bestellt und die wollten natürlich abgeholt werden. 😉 nach einen kurzen Plausch ging es dann nebenan zum Stand des Verlages Martin Ellermeier, an dem, wie zu erahnen war, die beiden Spiele aus dem Hause Hawk Wargames präsentiert wurden, Dropzone– und DropfleetCommander.Zwar sind beides nicht unbedingt meine Spiele, aber schön anzusehen sind die Sachen auf jeden Fall.Aber es gab am Stand auch ein schönes Angebot, Eden mit großen Rabatten. So kam ich auch endlich mal dazu, mir das Regelbuch zu kaufen. Klar gibt es die Regeln kostenlos im Download, sogar auf deutsch, aber ich finde, es einfach schöner ein richtiges Buch in den Händen zu halten. Und beim halben Preis musste ich einfach zugreifen. 😉

Direkt gegenüber stand das Freebootersteam um Werner Klocke. In diesem Jahr Mottotechnisch zu neuen Fraktion, Französisch gekleidet.und ich weiß nicht wieso, ich kam auch nicht drum herum, mir die neue Fraktion zuzulegen. In der Vorverkaufvariante gabs gleich den Eselreiter mit dazu. Da könnte ich einfach nicht nein sagen. 😉 Diese neue Fraktion hat  auch wieder ein paar neue Regeln dabei, so ist es wichtig, seine Truppen zusammen zu halten und diese dann auch gemeinsam zu aktivieren. Ich bin neugierig, wie es sich Spieltechnisch auswirkt, aber im ersten Schritt hörte es sich sehr gut an. Ein paar Tische später gab es dann das, schon auf dem Brückenkopf angekündigte MadMaxrennen. Unser Ben hatte auch gleich zwei seiner Umbauten im Rennen.

Gleich nebenan fand man dann auch den Stand vom Tabletop-Network, dem Community Treffpunkt für alle Püppchenschubser.

Man traf wieder reichlich Bekannte und lernte neue Menschen kennen. So kam ich an einem Stand natürlich nicht vorbei.bei demSchild musste ich einfach gucken was sich dahinter verbirgt, immerhin bin ich Dich ein Verfechter der Orkischen Rechte und Gepflogenheiten. In dem dazugehörigen Spiel, geht es um die Beleidigung der anderen, um sie aus dem Club wieder wegzuekeln, dies geschieht mit Karten, die man Reihum ablegt und damit Sätze baut.natürlich kam ich nicht drumherum eine signierte Ausgabe mitzunehmen. Es wird bestimmt eines der neuen Nebenspiele unseres Clubs, eine genauere Beschreibung folgt dann aber noch.

Worüber ich in diesem Jahr ein bisschen enttäuscht war, war die schlichtweg kaum vorhandene Präsenz der Pen&Paper Rollenspiele. Zwar waren mit Feder und Schwert, dem MaticoreVerlag und Ulisses, drei der großen anwesend, aber gerade die kleinen Verlage mit dem besonderen oder dem neuen waren kaum vorhanden. Einer allerdings ist mir durchaus im Gedächnis geblieben, auch wegen der netten enthusiastischen Standbesetzung.Ultima Ratio ist ein SiFi Rollenspiel in einer Galaxis, dem Lukanischen Reich, das von der Künstlichen Intelligenz „Mutter“ beherrscht wird. Die Lebewesen sind in Einkommensgruppen unterteilt, und es gibt schon reichlich Hintergrundmaterial und Möglichkeiten in dieser Galaxis. So kann man ein Weltraumtruckerspiel, ein Autragsspiel a la Shadowrun oder auch ein Rebelkensoiel daraus machen. Viele Möglichkeiten zum relativ günstigen Preis. Die einzelnen Bücher lagen alle unter 15,-€ und die Macher hinterließen bei mir einen sehr guten Eindruck.wenn ich schon in der Rollenspielecke bin, muss ich natürlich auch einmal bei den Erdensternen vorbeischauen. Und wie immer musste ich mir auch gleich eine CD mitnehmen. Diesmal war es Into the dark, Musik für Horrorrollenspiele und natürlich war ich nach dem ersten reinhören wieder mal begeistert.Die drei haben übrigens einiges vor, neben der neuen CD, die im Sommer herauskommen soll, einer Endzeitmusik, möchten sie auch ein Erdenstern Livekonzert verwirklichen. Dazu wird es zum Ende des Jahres wohl eine Crowdfundigkampagne geben. Mehr dazu findet Ihr hier.zum Abschluss wollte ich mir auch noch einmal den restlichen Teil der RPC ansehen und ging in die untere Ebene. Hier sah es, im Gerensatz zu oben, recht mau aus, neben ein paar Larp-Gruppen und einem Nachbau von KID, gab es hier unten noch eine NervGunArena, in der sich die Leute mit Schaumstoffpfeilen beschießen könntenund das WMQualifikationsturnier für Crossmaster Arena. Ein weiteres dieser Turniere findet übrigens auch auf unseren Hobbytagen im September in Hannover statt. 😉 nur mal so am Rande. ^^

Ein weiterer Bereich dieser Ebene war die Autogramm „Arena“. Hier saßen sechs Stars, von denen man Autogramme und Fotos bekommen könnte, allerdings kostete das auch noch Geld. Die Karten dafür konnte man im Vorfeld online, oder auch direkt vor Ort kaufen. Davon abgesehen, dass ich zwar von den Filmen und Serien, in denen diese Leute mitgespielt haben, schon mal gehört hatte, kannte ich allerdings keinen der Schauspieler, was jetzt aber auch nix heißen muss. Allerdings schien es anderen auch so zu gehen, denn außer denen und den zugeteilten Betreuern war niemand mehr da, der ein Autogramm wollte und so schienen die Damen und Herren sich doch etwas zu langweilen.

Zum Abschluss gings dann noch einmal hoch zum Pegasusstand ein bisschen Promotionnachschub für Munchkin besorgen.und ein paar bekannten Gesuchtern mal wieder Hallo sagen. 

Zwischendurch gabs immer mal den einen kleinen Blick nach draußen, auf den Mittelaltermarkt und die Bühne, allerdings hielt ich es bei den herrschenden 35 Grad Außentemperatur nicht lange aus. Gegen 17:00h war dann auch wieder die Rückfahrt mit laufender Klimaanlage und vielen neuen Eindrücken angesagt.

Alles in allem war es eine RPC, die mich nicht wirklich von den Socken gehauen hat. Ich habe mich gefreut viele Leute wieder zu sehen, das eine oder andere Spielchen auszuprobieren und nette Leute zu treffen, allerdings war ich von der einen oder anderen Sache doch etwas enttäuscht. Mal sehen wie es nächstes Jahr bei mir aussieht, ob ich wieder hinfahre, oder vielleicht doch mal aussetzte. Beutetechnisch hat es sich in diesem Jahr auf jedenfalls gelohnt.

Bleibt neugierig…

DerOlfork


Ein Gedanke zu “Karibische Franzosen, Playmobilrömer und jede Menge verrückter Menschen – mein Rückblick auf die RPC 2017

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