20 Schichten oder Quick and Dirty…

Malen im Tabletophobby.

Ich bin ja immer wieder überrascht, was manche Maler so hinbekommen, mit wieviel Feinheit und Präzision da gearbeitet wir und wieviele Details die aus einer Figur herausholen. Fürmich erscheind das immer unmöglich, auch wenn ich über die 16 Jahre, die ich das Hobby mittlerweile betreibe, schon einiges dazu gelernt habe, bin ich doch immer noch ein normaler Maler. 😉

Als ich 2001 das erste mal in den hannoveraner Games Workshop ging und mir, nach langem Zögern, die damalige Grundbox für Warhammer Fantasy gekauft habe, stand ich erstmal da mit meinem Talent. Oder eher ohne Talent. Basteln? Okay, dass bekomme ich hin, aber bemalen soll ich das auch noch?

Der damalige Verkäufer, oder wars der Chef? Ja, damals gab es noch mehr als einen Mitarbeiter im GW. 😉 

Naja egal, dieser Mitarbeiter eben bot mir an, doch noch mal im Laden reinzuschauen und dann würde er mir das Malen beibringen und meiner Frau übrigens auch.   War wahrscheinlich überrascht, dass sich eine Frau in den Laden verirrt hatte.

Gesagt getan, nach einer Woche Bastelarbeit bin ich also mit ein paar der Orks wieder in den GW und ließ mir erklären, wie man malt. Damals war das Hobbynoch einfach, ich kaufte mir gleich einmal ein Farbset, das der freundliches Mitarbeiter mir ganz spontan vor der Malstunde anbot, ich bräuchte ja Farbe zum Malen, und legte los, unter Anleitung natürlich. 

Also ersteinmal schwarz grundieren, natürlich mit der gerade noch zusätzlich gekauften schwarzen Sprühgrundierung ;-),   Gleich danach sollte ich bürsten, mit dem Pinsel, also mit Farbe drauf. Metallfarbe auf den Pinsel, die dann fast komplett wieder vom Pinsel runter und danach immer über die Metallteile bürsten, das sollte dann den verwitterten Effekt geben, was es für mich und mein Auge auch tat. Als nächstes sollten die Grundfarben drauf. Ein dunkles Grün für die Haut, ein Braun für die Kleidung und ein bisschen Rot zur Deko, oder so. Alles aus meiner Frisch gekauften Farbbox ;-). Gleich darauf wurden diese Grundfarben mit einer Hellern Version der gleichen Farbe auch gebürstet und fertig war die Figur. Wie einfach doch damals alles war.😉 

Heute unterhält man sich übers schichten, blacklining, washen, oder auch nicht, non metallic metallic und was weiß ich. Ich muss ehrlich sagen, fasslich von ganz vielen noch nicht ein mal den Sinn verstehe. Warum soll ich Metalle denn nicht mit Metallfarben bemale, dafür sind die doch da, oder? Aber wie heißt es so schön, jedem das seine. 😉

Auch die Wahl der Farben ist ja heute ein großes Thema. Früher gabs GW, ach ne, das hieß ja Citadell in diesen schicken Töpfchen, mit denen ich beim öffnen auch schon mal den Tisch neu eingefärbt habe. Heute gibt daneben auch noch vallejo und ArmyPainter in Dropperfläschchen, welches im übrigen meine bevorzuge Wahl ist, wegen der Tische, ach ja und Pigmdnte gibt’s auch schon. Die hab ich übrigens noch nie ausprobiert, ich weiß nämlich nicht so genau, was ich da eigentlich mit machen soll. 

Wo war ich doch gleich stehen geblieben, ach ja, Farben. 

Ich habe vor kurzen irgendwo ein Megafarbset mit 100000, okay es waren irgendwie um die 100 Farben gesehen. War auch echt ein Schnapper, 😉 aber eher Nix für mich, zu viel Auswahl, denn irgendwie Arbeite ich ja doch Meißen mit den 15 selben Farben, die ich mir dann immer heller mische um die nächste Farbschicht zu erhalten.Für mich ist das Malen, trotz aller Neuerungen und Ansprüchen, ein schöner Teil des Hobby geblieben. Es macht mir einfach Spaß und ich habe mittlerweile auch den Ehrgeiz, nur mit bemalten Figuren zu spielen, was vielleicht ein Grund ist, dass ich hauptsächlich Skirmischer Systeme spiele. 😉 aber genau wie das Basteln und Umbauen hilft das Bemalen dabei die Armeen, Trupoen oder einzelnen Figuren zu personalisieren, sie zu etwas von einem selbst zu machen und es hilft mir immer wieder etwas Ruhe zu tanken, meiner Kreativität etwas freien Lauf zu lassen.

Ich habe heute einen, ich würde sagen, ganz guten Tabletop Standart, nicht mehr und nicht weniger. Aber ich bin zufrieden. Aber es gibt auch Andere. Unser Christian schwört auf Grundfarben plus ArmyPainter Dip, quick and Dirty eben, obwohl manche so genannte ProPainted Figur bei EBay nicht besser aussieht, aber das ist ein eigenes Blogthema, glaube ich…Andere wie Frank aus unserem Club beenden keine Figur unter 20 Schichtungen und Akzentuirungen. Ich denke es kommt eben drauf an, was man will. Ich will mit meinen Figuren spielen, ich will sie schön bemalt haben, aber sie sind zum Spielen gedacht. Ich hätte, glaube ich, viel zu viel Angst um meine Figuren, wenn ich sie in einem Bemalstil wie Frank oder Alek auf den Tisch bringen würde. Jede abgeplatzte Ecke würde mir in der Seele weh tun. Aber ich guck mir solche Figuren natürlich gerne an, in Vitrinen hinter Glas und träume davon auch so malen zu können und diese ganzen Begriffe zu verstehen und sie umzusetzen… 

mal schauen, was die nächsten Jahre noch so aus meinen Malkünsten wird, aber ich denke, ein Eavy Metal werde ich nie. ;-)))

Bis dahin bleibt neugierig…

Euer Olfork


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s