Bohn Appetit – ein bunter Bohneneintopf

Auch ein Spiel, das in die Kategorie süchtigmachend fällt, sowohl was das Spielen, als auch was das Sammeln betrifft.

Bei mir hat diese Sucht schon vor vielen Jahren angefangen, als wir eine Partie mit Frrunden in Göttingen gespielt haben, kurz danach musste ich mir das Bohnanza Grundspiel Einfach zulegen. Und ja Ihr lest richtig, Bohnanza mit H, denn es geht hier, wie sollte es anders sein, um Bohnen! Vom Anbau über die Ernte bis hin zum Handel geht es ausschließlich um Bohnen. Diese kleine Wortspielerei zieht sich übrigens sowohl durchs ganze Spiel, als auch durch alle Erweiterungen. Da wären Bonaparte, Al Cabohn oder auch Bohn to be wild! Und mit den meisten dieser Erweiterungen kommen auch neue Varianten und was noch viel wichtiger ist, neue Bohnen. 

Ich muss zugeben, dass ich viele der neuen Varianten garnicht wirklich ausprobiert habe, dafür aber alle Bohnen vereinen wollte. Wir sind, mehr oder weniger, bei Al Cabone hängen geblieben, da diese Variante, im Gegensatz zum Grundspiel, einen Zwei-Spieler-Modus zulässt und dafür zwei imaginäre Spieler einbaut. Ums genau zu nehmen handelt es sich bei den beiden um die beiden berüchtigtsten Männer der Bohnenmafia, namentlich um Don Corlebohne und um Al Cabohn höchst persönlich. 😉

Ich werde jetzt aber einfach mal von meiner, aus verschiedenen Erweiterungen zusammengebastelten Version berichten, auch wenn die Anderen, allen voran die Grundversion mit drei oder vier Spielern mindestens genauso viel Spaß macht!

Als erstes werden alle Bohnen gut und reichlich gemischt und auf einen großen Nachziestapel gelegt.

Als nächstes kommen wir zur Bohnenmafia.

Für meine Zweispielervariante unerlässlich sind die beiden großen Mafiapaten, Joe Bohnano braucht man nur für den Einzelspielermodus. 😉 ich lege also Don Corlebohne und Al Cabone so auf denTisch, dass davor noch genug Platz ist für deren Bohnenfeld. Außerdem erhält jeder der beiden eine Bohnenkarte von Nachziehstapel, sollte es die gleiche sein, erhält ersteinmal Al Cabone die doppelte oder dreifache, bin eine neue für Don Corlebohne kommt. Vor jeden Spieler kommen jeweils das erste und das zweite Bohnenfeld.Ein drittes kann man sich später für fünf Bohnentaler kaufen. Dazu erhält noch jeder Spiele fünf Handkarten, Achtung! die Reihenfolge dieser Handkarten darf während des Spiels nicht verändert werden. Auch einen Auftrag bekommt jeder noch, sollte jemand ihn während des Spiel erfüllen, erhält er gleich einen neuen.Die Auftragskarten erhalten jeweils eine Bohnenanordnung, die genau wie beschrieben erfüllt werden muss. In diesem Fall müssen auf einem Bohnenfeld vier und auf dem Feld rechts daneben gar keine Bohnen liegen, doch dazu gleich mehr.

Der erste Spieler beginnt, indem er eine oder zwei Bohnen auf seinen Bohnenfeldern anbaut. Hier gilt, auf einem Bohnenfeld darf nur eine Sorte Bohnen liegen, die Bohnen sind untereinander nicht mischbar UND die Karten von der Hand müssen immer von vorne gezogen werden, also nicht einfach wahllos von der Hand.  nschließend deckt er drei Karten vom Nachziehstapel vor sich auf. Sollte dabei eine Karte aufgedeckt werden, die mit denen eines Mafiapaten identisch ist, bekommt dieser die Karte und eine neue wird aufgedeckt. Ein Pate kann allerdings nur einmal pro Zug eine dieser Karten bekommen, sollten mehrere davon auf dem Tisch liegen, bleiben diese auch in der Auswahl liegen. Nun kann der Spieler, der an der Reihe ist Karten aus der Auslage auf seinen Feldern anbauen. Allerdings gibt es auch hier eine spezielle Reihenfolge, ersteinmal müssen Bohnen abgebaut werden, die Geld einbringen, dann darf man Bohnenfelder mit mehr als einer Karte abbauen und erst dann darf der Spieler Bohnenfelder lehren, auf denen nur eine Karte liegt. 

Doch wann bekommt man Geld für seine Bohnen?unten auf der Karte stehen Zahlen und Geldstapel, die Zahl gibt die Anzahl der Bohnen an, die man haben muss um dafür Geld zu bekommen und die Münzen zeigen an, wieviele Münzen man denn nun bekommt. 😉

Im Falle dieser Kidneybohne bekommt man für fünf Bohne eine Müneze und für acht Bohnen sogar vier Münzen. Habt Ihr allerdings weniger als die kleinste Zahl, bekommt Ihr kein Geld und legt die Bohnen einfach auf den Ablagestapel. Die Karten sind im übrigen auch gleichzeitig die Münzen. Wenn Ihr also Bohnen abbaut, mehr einfach soviele Karten, wie Ihr Münzen bekommt und legt diese zugedeckt neben Euch ab, auf der Rückseite seht Ihr dann das Bohnentaleremblem, die restlichen Karten kommen auf den Ablagestapel. Durch diese „Münzentnahme“ verändert sich natürlich die Anzahl der jeweiligen Bohnen, die noch im Spiel sind, die Anzahl steht im übrigen auf der Karte im Bild. Im Falle unserer Kidneybohne gibt es 16 Stück im Spiel, bei der Wachsbohne sind es sogar 26 und bei der Ackerbohne nur 3, dafür bekommt man hier für zwei Stückdas dritte Bohnenfeld umsonst. 😉

Doch nun zurück zum Spiel. Der Spieler hat sich nun die für Ihn wichtigen Bohnen genommen und evtl. andere Bohnenkartem auf dem Tisch liegen gelassen. Nun zieht er noch zwei Karten vom Nachziehstapel und steckt diese auf seiner Hand hinter die anderen. 

Nun kommt der zweite Spieler an die Reihe. Als erstes darf er sich aus den evtl. noch vorhandenen ausgelegten Karten welche nehmen und auf seine Bohnenfelder legen. Danach werden die noch übrigen auf den Ablagestapel gelegt. Nun kommt die Phase „Bohnen für die Bohnenmafia!“ sollte der Spieler, der an der Reihe ist, eine Bohne auf einem seiner Felder haben, die auch von der Bohnenmafia angebaut wird, so gibt er genau eine davon an den jeweiligen Paten ab. Natürlich darf jeder Spieler, wenn er an der Reihe ist, zusätzlich noch Bohnenkarten aus seiner Hand an die Mafia abgeben, aber eben nur die, die bei einem der Paten auch angebaut werden. Sollte im Laufe des Spiels einer der späten genug Bohnen haben, um sie zu ernten, bei Don Corlebohne geht es immer um die zweite Stufe und bei Al Cobohne um die dritte Stufe, werden diese geerntet und die Mafia erhält die dementsprechende Anzahl an Bohnentaler in Ihren Gemeinsamen Topf. Allerdings geben Sie einen Taler davon dem Spieler, der das Feld abgeschlossenen hat, ab. Bis zum Ende des Zuges muss der Spieler dann eine neue Karte aus seiner Hand, es muss nicht die erste sein, an den Paten, damit dieser ab jetzt genau diese Bohne anbaut. Ansonsten geht Spieler Zwei die selbe Reihenfolge durch, wie zuvor der erste Spieler. Er baut bis zu zwei Bohnen von seiner Hand, achtung! die Bohnen müssen immer von vorne genommen werden, auch wenn es ärgerlich ist, danach legt er drei Karten aus, aus denen er sich bedienen kann, wird dabei eine Karte aufgedeckt, die oben auf dem Ablagestapel liegt, wird diese, sollten mehrere gleich übereinander liegen, gilt das für diese mit, vom Ablagestapel auf die Ausgelegte Karte gelegt, so kann es durchaus passieren, dass gerade geerntete Bohnen gleich wieder zur verfügung stehen und nochmal angebaut werden können. 😉 zum Abschluss zieht der Spieler dann wieder zwei Karten für die Hand und Spieler eins ist wieder an der Reihe …

Mit der Zeit sammelt Ihr kräftig Bohnentaler und könnt Eich im Laufe des Spieles, für eben fünf dieser Taler, sogar noch ein drittes Bohnenfeld zulegen. Auch erledigte Aufträge geben jeweils einen Bohnentaler.

Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, wird der Ablagestapel neu gemischt und wieder als Nachziestapel verwendet. Insgesamt wird der Stapel drei mal durchgespielt. Wer dann die meisten Bohnentaler in seiner Schatzlle hat ist der Sieger. Hat die Mafia am meisten Taler, hat halt die Mafia gewonnen, ein Grund es den späten heimzuzahlen, in einer neuen Partie.

Bei uns dauert ein Spiel inzwischen recht lange, da wir die unterschiedlichen Bohnen aus den diversen Erweiterungen gleich mit ins Spiel gepackt haben.

Das verlängert dann nicht nur die Spieldauer, sondern macht es auch gleichzeitig schwerer die Felder voll zu bekommen, da es durch die Sortenvielfalt natürlich länger dauert, bis die gleichen Bohnen wiederkommen. Meist ist es aber nur die erste Runde, die etwas zögerlich ist, ab Runde Zwei, also wenn der Nachziehstapel neu gefüllt ist, geht es irgendwie immer besser und schneller an neue Taler zu kommen.

Ich liebe dieses Spiel, da es angenehm einfach und doch so taktisch ist. In der Mehrspielervariante wird dann auch noch gehandelt und getauscht. Andere Erweiterungen geben die andere neue Möglichkeiten, Deine Mitspieler übers Ohr zu hauen, verschiedene Bohnen auf dem selben Feld anzubauen und und und.

Ab und an packen wir dann noch Ladybohn mit hinein, in dieser Variant gibt es dann auch noch weibliche Bohnen und Babybohnen. Dazu werden die entsprechenden Bohnen ausgetauscht und durch die Damen verändern sich die Bohnenpreise. Dies jedoch nur, wenn die gute Bohnenfrau am unteren Ende des Bohnenfeldes liegt, liegt aber ein Baby unten, gibt’s Fahrleistungen Geld für das Feld.

Wie Ihr seht, gibt es wahnsinnig viele Möglichkeiten an das Spiel heranzugehen und den Machern aus dem Hause Amigo werden bestimmt noch viele weitere Bohnen und Spielmodi einfallen.

Auf das, was da noch kommt.

Bleibt neugierig…

DerOlfork


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