Glastonbury

In einer Zeit als es in dieser kleinen englischen Stadt noch keine großen Festivals gab, lebten hier vier Alchemisten. Diese waren so darauf aus, aus Blei Gold zumachen, dass sie alle möglichen Zutaten zusammensuchten um an Ihr Ziel zu kommen. Meist waren dies gar grausige Dinge, und die frisch gerupften Krähenfedern waren noch das harmloseste. Als die vier wieder Ihre Vorräten auffrischen wollten, merkten sie, dass diese auf dem heimischen Schwarzmarkt knapp wurden und so liefen sie wild umher und versuchten einander das wichtigste wegzuschnappen. 

So oder so ähnlich könnte die Vorgeschichte für das Kartenspiel Glastonbury sein.

Ein Kartenspiel? Ja irgendwie schon. Da es kein Spielbrett im eigentlichen Sinne gibt und man nur mit Karten und Mönnchen, in diesem Falle Alchmisten, spielt. Allerdings ist es auch kein typisches Kartenspiel, da man keine Karten auf der Hand hat, sondern auf die ausliegenden Karten zurückgreift.

Doch eins nach dem anderen.

Das erste mal ist mir dieses Spiel auf der Spiel, ich glaube 2014, aufgefallen. Es war meine erste und ich war schier überfordert. Doch kurz vor Ende unseres anstrengenden Messebesuchs blieben meine Frau und ich noch an einem Stand hängen, an dem nicht mehr so viel los war, okay es war auch kurz vor Feierabend.

Es handelte sich um eine mir relativ unbekannte Spieleschmiede, aber der gute Mann hinterm Stand machte uns ein Angebot, dass wir nicht ablehnenkonnten, er lud uns auf eine Partie Glastonbury ein.

Die Spielkarten werden in einem Raster von 6×6 Karten ausgelegt, wobei die Ecken mit den Eckkarten belegt sind und die überzähligen Karten als Nachziehstapel neben das Feld gelegt werden. Jeder der 2-4 Spieler erhält seinen Kessel, eine Karte mit den Wertungen und seinen Alchemisten. Würfel werden keine Gebraucht.Schon kann es los gehen. Auf jeder Karte steht unten eine Zahl, die ist später für die Ermittlung der Siegpunkte wichtig, aber auch im Spiel von großer Bedeutung, denn sie gibt an, wie weit sich der Spieler mit seiner Spielfigur bewegen darf. Gespielt wird im Uhrzeigersinn, sowohl was die Spieler betrifft, als auch die Spielfiguren. Wie schon gesagt, die Zahl auf der Karte gibt an, wie weit mein Stein sich bewegen darf. Landet er dadurch auf einer Eckkarte, setzt man aus, steht man an einer Reihe, darf man sich eine der Karten in dieser Reihe nehmen und offen auf seinen Kessel legen die Lücke wird wieder durch eine Karte vom Nachziestapel aufgefüllt, bis dieser aufgebraucht ist, danach bleiben die Lücken einfach da. Diese oberste Karte auf dem eigenen Kessel gibt dann auch an, wie weit man sich im nächsten Zug bewegen darf und da man immer nur die oberste Karte sieht, und seinen Stapel auch nicht mischen oder durchsehen darf, ist es hier noch leicht den Überblick zu bewahren. Das trifft aber nicht auf den Inhalt des Einkaufskessels zu, denn es gibt viele verschiedene Zutaten und von jeder jeweils vier Stück. Man sollte auch versuchen möglichst viele der gleichen Art zu bekommen, denn wenn man nur eine hat, gibt’s am Ende Minuspunkte und bei zweien keine. Punkte gibt’s erst wenn man mindestens drei der vier Karten einer Zutat hat und Bonuspunkte, wenn man alle vier hat oder die Karten seiner Farbe. Da man ja nicht in den Kessel gucken kann, sollte man sich gut merken was schon drin ist.😉 

Helfen können einem allerdings ein paar Jokerkarten im Spiel, da gibt es welche, die einem erlauben an den Ecken einfach weiterzugehen, oder sich irgendeine Karte vom Spielfeld zu nehmen, auch gibt es eine, die es dem Spieler erlaubt, seinen Stapel durchzusehen oder die anderen zwingt, die oberste Karte ihres Kessels abzuwerfen.Das Spiel endet, sobald die erste Reihe komplett leer ist. Dann wird ausgezählt. Wie schon gesagt, jede Zutat, die man nur einmal hat gibt den aufgedruckten Wert als Minuspunkte, bei zwei Gleichen Zutaten gibt es nix, einfach nix. Bei dreien bekommt man immerhin schon mal die Punktwerte der Karten und hat man alle vier gibt es noch fünf Extrapunkte. Hat man die Zutaten seiner eigenen Farbe, werden die Punkte dafür sogar verdoppelt, allerdings auch die Minuspunkte.Weres gerne noch etwas komplizierter mag, für den gibt es auch noch spezielle Rezeptkarten, die dann Sonderpunkte bringen.

Für uns hätte es sich echt gelohnt dieses Spiel auch zu kaufen, denn es landet relativ häufig auf unserem Tisch und wird gern gespielt. Mit einer ungefähren Spieldauer von 30 Minuten ist es auch recht kurzweilig und läd gerne auf eine zweite Runde ein.

In diesem Sinne.

Bleibt neugierig…

DerOlfork

Ps: hier noch der Link zum Verlag


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