Dropzone Commander

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Dropzone Commander Regelbuch  von Hawk Wargames
Kennt Ihr das? Ihr habt ewig lange ein Spiel im Schrank und Ihr kommt nicht dazu Euch näher damit zu beschäftigen. Ihr habt zwar die Regeln gelesen und auch schon mal in die Box geschaut, aber das war’s. Mir ging es mit Dropzone Commander so, erst ewig lange rumgeeiert. Kauf ich es oder nicht, sieht ja ganz interessant aus, aber….auf den Messen immer nicht zu einer Demorunde geschafft und und und.

Irgendwann hatte ich es mir gekauft, das Regelbuch gelesen und das war’s. Ich war sogar kurz davor es wieder zu verkaufen. Dann habe ich den Dropfleetkickstarter gebackt, da mir die Schiffe echt gut gefielen, und dann gedacht, ne jetzt musst Du es behalten, eins alleine geht nicht. Auf der RPC 2016 platzte dann endlich der Knoten. Ich hatte ein Demospiel bei Leo am Tabletop-Insider Stand und es machte auch noch Spaß. Das auf den Bildern gezeigte Gelände ist übrigens von War Mage Games.

Das Spiel:

Dropzone Commander ist etwas anders als andere Tabletops, das fängt schon mit der Armeeaufstellung an. Du stellst keine Truppen oder Einzelfiguren auf, letzteres wäre bei diesem 10mm Maßstab auch sehr fisselig, sondern ganze Kampfgruppen. Das heißt, eigentlich kaufst Du Truppen und erhältst die jeweiligen Transporter dazu. Um ein Beispiel zu nennen, Du kaufst eine Einheit Fußsoldaten und nimmst das Transportmittel, einen fahrbaren Truppentransporter dazu, dann erhältst Du auch für die Transporter noch das Dropship dazu und hast damit Deine Kampfeinheit. Das ist auch wichtig und gut so, denn Du brauchst genau diese Transporter um voranzukommen. Die Fußsoldaten haben extrem kurze Bewegungsreichweiten und selbst Panzer oder Transportfahrzeuge sind nicht sehr schnell, also fliegst Du Deine Truppen mit den Dropships von Einsatzort zu Einsatzort um die, doch sehr spezialisierten Aufgaben zu erledigen.

Infanterie ist in diesem Spiel enorm wichtig, da Deine Fußtruppen die einzigen sind, die Gebäude betreten können und da die Missionsziele generell in Gebäuden liegen solltest Du auf Deine Fußtruppen achten, denn sie sind die einzigen, die Gebäude betreten können.

Auch die Aktivierung läuft Kampfgruppen weise. Abwechselnd, wie bei einem Skirmisher, aber immer eine Kampfgruppe. Das ist manchmal ein wenig kompliziert, da man entweder das Dropship vergisst, oder sich nicht mehr genau erinnern kann, welcher fliegende Transporter den zu welcher Einheit gehörte. Du musst es Dir aber merken, da nur der Transporter der Kampfgruppe diese auch Transportieren kann. Sollte der also abgeschossen werden, müssen sich Deine Truppen leider mit der nächst langsameren Möglichkeit auf den Weg machen.

Das kämpfen funktioniert, bis auf den Häuserkampf, fast genauso wie in jedem anderen Tabletop. Man wirft Würfel gegen einen Mindestwurf, misst vorher aus, was hier jederzeit erlaubt ist, und so weiter. Allerdings gibt es Meist 2 verschiedene Reichweiten, eine „normale“ und eine gegen Abwehrmaßnahmen, da fast alle Abwehrmaßnahmen haben, tritt also häufig die kürzere in Kraft.

Der Häuserkampf hingegen ist schnell und blutig. Man wirft für jeden Lebenspunkt einen Würfel und für jeden Erfolg verliert der Gegner einen. 😉

Was ich an dem Spiel faszinierend fand, ist die schnelle Truppenverschiebung mittels der Dropships, es macht Spaß den Gegner auszumanövrieren um dann geschickte Fallen zu stellen und gekaperte Missionsziele schnell in Sicherheit zu bringen. Doch Vorsicht, der Gegner hat die selben Möglichkeiten.

Die Franktionen:

Zu den Fraktionen möchte ich noch kurz etwas erwähnen. Es gibt die UCM quasi das, was sich nach dem großen Krieg, von der Menschheit in die äußeren Kolonien retten konnte, dann den großen Feind, die Scourge, die die inneren Welten versklaven und die Menschheit als „Wirte“ benutzt, schnelle starke Truppen mit sehr kurzer Reichweite. Die PHR, die Post Human Republic, quasi die Menschen, die vor dem großen Krieg geflohen sind. Cypermodifizierte Menschen mit starken elitären, aber langsamen, Kriegern und Kriegsmaschinen. Und als letzte Fraktion der Grundbox, die Shaltari, eine Alienrasse, die statt auf die bisher bewährten Dropships auf Teleporterschiffe setzt, was Ihnen einen völlig anderen Spielstil beschert. Zu guter letzt gibt es noch eine Fraktion, die in der ersten Erweiterung „Chroniken der Rückeroberung“ beschrieben wird, die Resistence, also die, die nach dem großem Krieg auf den zurückgelassenen Planeten geblieben sind und einen Guerillakrieg gegen die Scrouge führen, hier gibt es die, sicherlich witzigsten Figuren des Spiels, alte Panzer, Hovercrafts und ausgediente Busse.

Was den Hintergrund des Spieles betrifft, halte ich mich mal zurück, denn es macht viel Spaß diesen zu lesen, da er nicht nur gut geschrieben, sondern auch wirklich gut übersetzt ist, eine Tatsache die leider viel zu selten so gesagt werden kann. Ein dickes Danke dafür an den Verlag Martin Ellermeier, der den deutschen Vertrieb in der Hand hat.

Fazit:

Alles in allem werde ich mich jetzt doch mal beisetzen und meine Truppen bemalen um das Spiel einmal häufiger auf den Tisch zu bringen. Die Grundbox, in der eigentlich alles wichtige für ein Spiel enthalten ist, Bodenpläne, Gebäude aus Papier, 2 Armeen und die nötigen Würfel, Schablonen um Ein Maßband, liegt mit Ca. 80,-€ auch in einer angenehmen Preislage.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Spielen,

Bleibt neugierig…

DerOlfork

 

Links:

Dropzone Commander.de

Hawk Wargames

Verlag Martin Ellermeier

War Mage Games

 

 


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